Projektarbeit

„Wer lernen will, muss vor allem reden und begreifen!“

Aus dieser Tatsache ergibt sich die Projektmethode als bestes Lernfeld für unsere Kinder, weil das ganzheitliche Lernen und Erleben im Vordergrund steht.

Ganzheitliches Lernen in der Projektmethode

Ablauf der Projektarbeit:

  • Ausgangspunkt für ein Projekt ist immer das Interesse unserer Kinder an einer bestimmten Sache. Kinder bemerken beispielsweise eine Veränderung in der Natur, im Gruppenraum, im Garten oder sie erzählen von einem Ausflug, von einem Vogelnest, das sie entdeckt haben, und vieles mehr.
    Ausgehend von Beobachtungen planen wir mit den Kindern Aktivitäten und binden sie in die Vorbereitung mit ein. (z. B. Mitbringen von Material, Werkzeug, telefonische Terminabsprache...)

  • Anschließend führen wir die Aktivitäten durch, deren Teilnahme für die Kinder verpflichtend sind und wobei sie reichhaltige Lernerfahrungen in ihrem Umfeld und der Kultur sammeln.
    Bei diesen projektbezogenen Exkursionen sammeln unser Kinder viele Erfahrungen aus 1. Hand ( „Lernen aus 1. Hand heißt in erster Linie „Lernen vor Ort“). Wir öffnen unseren Kindern die Türen zu natürlichen Umgebungen wie Wald, Gewässer, Feldern, Bauernhöfen, Feuerwehr, Seniorenheim, Geschäfte, Spielplätze und vieles mehr.
    Dadurch entstehen neue Lernorte für unsere Kinder und sie kommen in Kontakt mit anderen Menschen (z.B. Feuerwehrbesuch, selbst mit Kübelspritze löschen, Feuerwehrnotruf an der “Telefonzelle” üben, selbst als Feuerwehrmann verkleiden, Mitfahren im Feuerwehrauto...)

  • Zudem spielen die Kinder ihre Erlebnisse im Freispiel, wozu wir die Hilfsmittel selbst herstellen. (z.B. Feuerwehrhelm etc.)

  • Abschließend reflektieren wir mit den Kindern ihre Erfahrungen. Durch Beobachtungen und selbst gemachte Erkenntnisse schulen die Kinder ihre Wahrnehmung. Wir, die Erzieherinnen, geben ihnen Hilfe bei der Verarbeitung, indem wir bei einem Projekt immer wieder über die gesammelten Erfahrungen sprechen.
    Dieses Erfahrungslernen regt bei den Kinder sowohl das Denkvermögen, als auch neue Denkvorgänge an. Der Vorteil dieser  Lernmethode besteht darin, dass 50 % des Erlebten bei den Kindern auch haften bleibt.

  • Daraus ergeben sich für unsere Arbeit folgende Ziele:

    > In der Projektarbeit sammeln unsere Kinder viele Erfahrungen aus 1. Hand.
    > Durch Beobachtungen und selbst gemachte Erkenntnisse schulen die Kinder ihre Wahrnehmung und das Denkvermögen.
    > Durch das Aufgreifen der Interessen, Bedürfnisse und Neigungen der Kinder erreichen wir eine bessere Motivation der Kinder.
    > Die Kinder sammeln reichhaltige Lernerfahrungen in ihrem Umfeld und der Kultur.
    > Die Kinder nehmen durch gruppenübergreifende Projekte Kontakt zu allen Kindern ihrer Altersgruppe auf und erweitern so ihr soziales
       Umfeld.

Das ganzheitliche Lernen in der Projektmethode mit dem Selbsttun erzielt optimale Lernergebnisse.

Der wöchentliche Großentreff

Die Kinder, im letzten Jahr vor der Einschulung, treffen sich einmal wöchentlich zum Großentreff. Das Thema passt sich dem laufenden Gruppenprojekt an oder ist ein eigenständiges Projekt. Es findet eine Mischung der Kinder beider Gruppen statt, um so Kontakte anzubahnen und soziale Verhaltensweisen zu erweitern.

Ziele dieser Treffen sind:

  • Die Aktionen der Vorschulkinder fördern und fordern die Kinder im letzten Kindergartenjahr in den unterschiedlichen Lernbereichen.
  • Die Aktivität bzw. das Angebot dient aufgrund des höheren Schwierigkeitsgrades der Vorbereitung auf die Schule.
  • Die Aktivität bzw. das Angebot fördert insbesondere die Selbstständigkeit und die Kreativität der Kinder z.B. jedes Kind erstellt jeden Monat ein Kalenderblatt, welches unter einem besonderen Thema steht. Jeden Monat wählt das Kind eine andere Technik zum Gestalten z.B. prickeln, kratzen, tupfen etc. und erhält so am Ende des Kindergartenjahres einen kreativen, bunten Kalender.
  • Der Aufbau der Aktivität berücksichtigt die Grundsätze der Projektmethode, d.h. Kinder sind in die Planung, Durchführung und Reflexion eingebunden.

 

Hören, Lauschen, Lernen

  • Die Vorschulkinder treffen sich ab Oktober dreimal wöchentlich in zwei Gruppen zum Programm "Hören, Lauschen, Lernen".

  • Die Struktur des Programms bleibt erhalten, indem wir die Spiele in der angegebenen Reihenfolge (siehe Würzburger Trainingsprogramm) durchführen und die Tagespläne einhalten.

  • Die Durchführung erfolgt in gemütlicher, entspannter Atmosphäre, damit die Kinder das Gefühl haben zu spielen und so keine Niederlage erleiden oder sich überfordert fühlen.

  • Die Trainingsdurchführung orientiert sich immer an den schwächeren Kinder und in kleineren Gruppen gehen wir individuell auf die Kinder ein.

 

Ziele des Hören-Lauschen-Lernens:

  • Die Kinder erhalten einen ersten Einblick in die Lautstruktur der gesprochenen Sprache (phonologisches Bewusstsein)
  • Einer Lese-Rechtschreibschwäche kann durch dieses Programm wirksam vorgebeugt werden.
  • Durch diese Übungen werden Weichen für einen erfolgreichen Schrift-Spracherwerb gestellt.
  • Den Kindern wird die Zuordnung von Lauten zu Buchstaben vermittelt.

 

Besondere Aktivitäten

Speziell für unsere „Großen“ finden während des Jahres zusätzlich noch einige Aktivitäten statt

  • Rollerführerschein

    Die Kinder lernen die unterschiedlichen Teile eines Rollers kennen. Sie üben natürlich das praktische Fahren, das Bremsen, das Umfahren von Hindernissen und wichtige Verkehrsregeln. Abschluss bilden ein theoretische und eine praktische Prüfung, die mit einem Rollerführerschein belohnt werden.
  • Faltbuch

    Die Großen arbeiten über mehrere Wochen an einem eigenem Buch, welches unter dem Thema „Falten“ steht. Hier werden Faltschritte erlernt, vertieft und weiterentwickelt. Dies findet größtenteils innerhalb des Großentreffs statt.

  • Abschlussgottesdienst

    Zum Ende der Kindergartenzeit findet für die Vorschulkinder ein Abschlussgottesdienst statt. Hier können sich die Kinder von ihrer Kindergartenzeit verabschieden und werden so auf den neuen Lebensabschnitt „Schule“ vorbereitet.

  • Abschlussaktivität

    Ein besonderes Highlight stellt für die Großen die Übernachtung dar. Zum Abschluss der Kindergartenzeit treffen sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen und entscheiden selbst, wo der Ausflug hingehen soll und wo sie übernachten wollen (z.B. im Indianderdorf, im Kindergarten usw...)

·         Natürlich finden auch viele spontane Aktionen und Aktivitäten während des Jahres statt.

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